2019

Die Ameländer Museen heben jeden Monat ein Exponat aus ihrer Kollektion besonders hervor. Dieses Museumsstück des Monats wird erst auf der Seite vom Persbureau Ameland publiziert, mit dem die Ameländer Museen für diese Rubrick zusammen arbeiten.

Das Paradies

Beim letzten großen Strandaufgang von Ameland, den man beim Pfahl 21 findet, erhob in vergangenen Zeiten ein französischer Badegast seine Hände zum Himmel, als er den weißen Sand mit dahinter der stahlblauen Luft sah. ’’C’est le paradis”, rief er aus. Das Gefühl sich im Paradies zu befinden spricht auch aus einigen Ölgemälden des Leeuwarder Künstlers Wim van der Veer, die er zum Anfang der 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts auf Ameland malte. Er bewegte sich besonders in der Nähe des Oerds, ließ die Landschaft auf sich einwirken und probierte den faszinierenden Reiz der Umgebung in seinen Bildern wieder zugeben. Dies tat er in einer Art, die von Expressionisten ein halbes Jahrhundert früher bereits angewandt wurde. Das tat er nicht so überschwänglich wie echte Expressionisten - für sie konnte die Luft auch knallrot sein - aber auf einigen seiner Werke geht es doch ziemlich wüst zu.

Auf dem Gemälde, mit dem die Ameländer Museen mit der Fortsetzung des Museumsstücks des Monats wieder beginnen, kann man die Landschaft gut erkennen. Es ist typisches Ameländer Wetter, etwas bewölkt und ausreichend Sonne um die Farben der Dünen, des Sandes, der Dünentäler und der bewaldeten Flächen darzustellen.

Wir wählten eine Arbeit von Van der Veer aus - geboren in 1939, aber als Künstler noch stets aktiv - weil die Ameländer Museen kürzlich zwanzig ’Ameländer’ Arbeiten von ihm an ihre Kollektion zufügen konnten. Bildende Kunst ist ein Schwerpunkt in der Ankaufspolitik der Museen. Das Museumsstück des Monats ist im Museum Sorgdrager zu besichtigen. Die anderen Arbeiten werden zu einem späteren Zeitpunkt ausgestellt.